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Privatkliniken mit Luxushotel-Flair erweitern Ferienangebote
Das südostasiatische Königreich
Thailand präsentiert sich
nach der verheerenden Flutkatastrophe nicht nur als Stranddestination,
sondern zunehmend auch als Mekka für Gesundheits- und Medizintourismus, wie
die ITB-Berlin berichtet. Angesichts der vielen Attraktionen und des sehr
günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses bleibt das südostasiatische
Königreich deutlich auf Wachstumskurs.
Es
gibt "ein riesiges Tourismuspotenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft
ist", zeigt sich Anupharp Thirarath, Direktor der
Tourism-Authority-of-Thailand (TAT)-Vertretung in Frankfurt, überzeugt.
Dabei boomt insbesondere der Gesundheitstourismus mit einem umfangreichen
Medizin-, Wellness- und Antiaging-Angebot. Die Touristik-Branche rechnet in
den nächsten Jahren weiter mit einem deutlichen Zuwachs in dem Sektor. Schon
im Vorjahr haben mehr als eine Million der rund 12 Mio. Besucher die
Angebote der thailändischen Kliniken genutzt. Bis zum Jahr 2010 rechnet die
Private Hospital Association of Thailand (PHA) mit mehr als 200 privaten
Krankenhäusern mit einer Verdoppelung der Patientenzahl. Dann will Thailand
klarer Marktführer beim Gesundheitstourismus in Asien sein.
Wie es in Thailand üblich ist, setzt man auf eine möglichst
unbürokratische, aber sehr effiziente Zusammenarbeit der für Tourismus,
Hotels, Gesundheitswesen, Service, Einreise und Einwanderung sowie
Exportwerbung zuständigen Behörden. Klar ist den Thailändern nämlich auch,
dass die Konkurrenz nicht schläft:
Singapur,
Hongkong und
Malaysia aber auch Indien
setzen auf die neuen Trends. Der große Vorteil Thailands ist aber, dass es
die komplette Palette des Health-Tourism offeriert. Dazu gehören nicht nur
Spa und
Wellness, Fitness- und Antiaging-Programme, sondern auch jede Art
medizinischer Behandlung, egal ob ambulant oder mit Klinikaufenthalt. Die
Schönheitschirurgie bildet dabei nur ein kleines Segment. Der Standard in
den privaten Top-Kliniken des Landes ist hoch und international anerkannt.
Die Preise liegen weit unter denen in den Industrieländern.
Thailand kann bereits auf eine lange Tradition der Heilkunst
zurückblicken: Die siamesische Heilkunde geht auf chinesische und indische
Praktiken zurück, die vor über 2.500 Jahren auf die Halbinsel gebracht und
mit traditionellem Wissen kombiniert und angereichert wurden. Alle Massage-
und Gesundheitszentren der Ferienanlagen und Hotels bieten zum Beispiel die
traditionelle Form der
Thai-Massage sowie den Einsatz
thailändischer Kräuter zur ganzheitlichen Regeneration und Therapie an.
Die außergewöhnlich aromatische Küche und Heilkunde sind eng miteinander
verbunden. "Die Popularität der thailändischen Küche hat weltweit zu einem
starken Interesse an der Kräuterheilkunde aus Thailand geführt", so
TAT-Gouverneurin Juthamas Siriwan.
Das Thai Spa Konzept erfreut sich international zunehmender Beliebtheit
und führt zu einer wachsenden Nachfrage nach Kräuterprodukten wie Tees,
Zutaten für Speisen und Kosmetik im Ausland. 2003 war Thailand von
Intelligent Spas, einer unabhängigen Forschungsgesellschaft mit Sitz in
Singapur, als "Spa Capital of Asia" ausgezeichnet worden. Zu den stetig
wachsenden Absatzmärkten zählt auch der Verkauf von Medikamenten in
Apotheken, Kontaktlinsen und Brillengläser beim Optiker sowie Zahnersatz.
Viele Privatkliniken in Thailand bieten inzwischen eine speziell auf die
Bedürfnisse von Ausländern zugeschnittene, medizinische Komplettversorgung
mit Fachärzten und allen Einrichtungen unter einem Dach an. Die Zahl der
privaten Kliniken in Thailand ist in den vergangenen zehn Jahren gewaltig
gewachsen. Zu den Spitzen-Kliniken zählt unter anderem das
Bumrungrad mit mehr als 600 Ärzten
sowie 800 Krankenschwestern und Pflegern. Über 900.000 Patienten, davon
300.000 aus 154 verschiedenen Ländern, werden dort jährlich ambulant
behandelt. Für die stationäre Behandlung der jährlich rund 30.000 Personen
stehen mehr als 550 Betten einschließlich Intensivstation sowie 80
Luxuszimmer und Suiten zur Verfügung. Allergie-, Kinder-, Dialyse-, Herz-,
Haut- und Neurologie-Abteilung sowie ein Eye Laser Refraction Center gehören
ebenso zum Krankenhaus wie Kindergarten, japanische Gaststätte, Cafe und
Schnellrestaurant. Das Bumrungrad Hospital wird als Public Company an der
Stock Exchange of Thailand gehandelt.
In Thailand arbeitet heute auch die Immobilienbranche mit den
Privatkliniken zusammen: Für das "Long-stay and Health-care Project"
zeichnet das Department of Export Promotion mitverantwortlich. Das Programm
soll ausländischen Gästen ab 50 Jahren einen Langzeitaufenthalt in Hotels,
Ferienlagen, Villen und Eigentumswohnungen so schmackhaft wie möglich
machen. Ein Schwerpunkt-Argument ist dabei neben Klima, Service und
luxuriösem Wohlfühl-Ambiente der Gesundheitsservice für ältere Menschen, die
etliche Monate im Jahr in Thailand wohnen oder hier sogar ihren Lebensabend
verbringen wollen. |